Lake Baringo & Lake Bogoria:
_RMD3827Lake Baringo liegt in Nachbarschaft des, durch die Millionen von Flamingos, etwas bekannteren Lake Bogoria

Beide Seen liegen in einer Verästelung des Great Rift Valley – dem Großen Afrikanischen Grabenbruch. “Rift Valley”  ist ausserdem die größte der sieben kenianischen Provinzen. Der große Graben zieht sich von Mosambik im Süden bis nach Äthiopien und endet im Golf von Aden am Roten Meer. In einer TV-Dokumentation wurde kürzlich der Graben dort noch weiter, durch das Rote Meer über den Golf von Aqaba bis zum See Genezareth beschrieben. Gewaltige vulkanische Kräfte müssen hier an einem gigantischen Werk gewesen sein. Auch heute noch sieht man diese Kräfte an den sprudelnden heissen Quellen des Lake Bogoria. Einzelne Vogelarten nutzen den großen Graben und das Rote Meer zur Orientierung für ihre jährliche Wanderung nach Afrika. Der Lake Baringo ist ein Süsswasser-See, der ein breites Spektrum der afrikanischen Tierwelt beheimatet. Über 400 Vogelarten haben Biologen hier gezählt. Vom Eisvogel bis zum fischenden Schreiseeadler – eine unglaubliche Vielfalt an Vogelarten bekommt man hier vor die Linse. Dabei kann man sich Eisvögeln, Bienenfressern und Goliath-Reihern auf erstaunlich kurze Distanz nähern. Für die Vogelfans der Safari ein Eldorado! Viel Wasser sammelt sich zur Zeit im Lake Baringo. Unsere geplanten Übernachtungen in Roberts Camp mussten wir deshalb in die Soi Lodge verlegen. Das Camp befindet sich mittlerweile zu großen Teilen unter der Wasseroberfläche. Die Soi Lodge hat uns allerdings mehr als zufrieden gestellt und bot die bessere Möglichkeit sich von der Anreise zu erholen. Atemberaubend war der abendliche Blick auf den See, vor allem von der geräumigen Bar der Soi-Lodge. Dazu ein kühles Tusker und ganz nebenbei hat man an diesem ursprünglichen Ort  sogar Wifi.
_RMD3682Durch das Hochwasser sind einige reizvolle Landschaften, in Form überfluteter Wälder, entstanden.  Für Flusspferde  neue Weideflächen. Fast eine Stunde lang beobachten wir eine Gruppe dieser eigentümlichen Tiere und hören ihrem Gegrunze zu. Im überfluteten Wald trifft man häufig auf Krokodile. Oftmals in solch kurzer Distanz, dass die ein oder andere Naheinstellung mit Weitwinkel-Optik gelingt. Zirka eine Autostunde entfernt liegt der Bogoria See. Ein stark alkalischer See an dem sich hunderttausende von Flamingos sammeln. Ein beeindruckendes Spektakel, die rosa gefiederten Vögel immer wieder in grossen Gruppen starten zu sehen. In Flugformationen gleiten sie oftmals nahe der Wasseroberfläche über den See.  Mit etwas Übung und Glück, bekommt man spektakuläre Flugbilder der Flamingos mit Spiegelung auf der Wasseroberfläche ! “Weisst du das Flamingos und Bartenwale einiges gemeinsam haben?!” fragte mich Frank Wirth von Rhino-Watch-Safaris eines abends. “Schau sie dir mal genau beim Fressen an…” Ja tatsächlich, wenn sie mit ihrem Schnabel durch das Wasser sieben, sammeln sie ihre Nahrung nach dem selben Prinzip wie ein Bartenwal, denn auch sie haben bartenartige Lamellen  in ihrem Schnabel, mit dem sie Ihre Nahrung filtern. Und auch diese Nahrung besteht aus Plankton das hier zu einem Teil aus Ruderfusskrebsen besteht und deren Carotinoide den Vögeln das rosa Federkleid verleihen. Bis zu fünf mal pro Sekunde pumpt ein Flamingo Wasser in seinen Schnabel und presst dabei das Wasser mit seiner Zunge durch die Lamellen wieder hinaus. Bei Zwergflamingos geschieht das sogar zwanzig mal pro Sekunde ! Dieser ursprüngliche Teil Kenias,ist eine wahre Schatztruhe, wo man jederzeit mit ungewöhnlichen und aussergewöhnlichen Fotomotiven rechnen kann. In kleineren Ortschaften verkaufen die Menschen selbst gemachten Honig und winken uns freundlich zu. Unser nächstes Ziel ist die Rhino Watch Safari Lodge.
Mehr Bilder zu dieser Location finden sie im Detailprogramm…